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20. September 2026

Etikette bei Gruppenausfahrten: die ungeschriebenen Regeln des gemeinsamen Fahrens

Windschatten, Führungswechsel, Handzeichen, Pausen und Kaffee: wie du dich in der Gruppe verhältst, damit du wieder eingeladen wirst und niemanden zu Fall bringst.

Geschrieben von der Redaktion von Velunite

Etikette bei Gruppenausfahrten: die ungeschriebenen Regeln des gemeinsamen Fahrens

In der Gruppe zu fahren ist eine der schönsten Seiten des Radsports: Man plaudert, fährt dank Windschatten schneller bei weniger Aufwand, und der Kaffee mitten auf der Runde schmeckt anders. Aber die Gruppe hat ihre ungeschriebenen Regeln, und sie zu missachten ist der schnellste Weg, nicht mehr eingeladen zu werden oder, schlimmer, einen Sturz zu verursachen.

Das Hinterrad des Vordermanns ist heilig

Regel Nummer eins: Nie das eigene Vorderrad mit dem Hinterrad des Vordermanns überlappen. Weicht der Vordermann wegen eines Schlaglochs aus, wird dein Rad berührt, und du stürzt, fast immer. Man fährt leicht seitlich versetzt oder genau dahinter, und die Bewegungen müssen fließend und vorhersehbar sein: keine Attacken, keine plötzlichen Bremsungen ohne Grund, keine fantasievollen Linien.

Ansagen ist Pflicht, keine Höflichkeit

Wer vorn fährt, hat die Augen der ganzen Gruppe: Schlaglöcher, Splitt, Autos und Engstellen werden per Handzeichen und Stimme angezeigt, und das Signal geht nach hinten bis zum Letzten. «Loch!», «Auto hinten!», «Enge!» mit klarer Stimme gerufen rettet Räder und Knochen. Und wer an der Spitze zieht, wechselt allmählich ab, ohne sich plötzlich aus dem Sattel zu erheben.

Das Tempo gehört der Gruppe, nicht dir

Wenn „lockere Runde“ vereinbart ist, wird am Berg nicht attackiert, um etwas zu beweisen: Wer das Tempo bestimmen will, spricht es vorher ab. Auf einen Fahrer mit Panne oder Problem wird immer gewartet, und an der Pause fährt man gemeinsam wieder los. Und die goldene Kaffeeregel: Wer am meisten gezogen hat, zahlt meist am wenigsten, aber das ist von Gruppe zu Gruppe verschieden.

Zusammengefasst

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Vorhersehbarkeit, Ansagen und das Einhalten der Tempoabsprache: Mit diesen drei Dingen bist du in jeder Gruppe willkommen, von der Samstagsrunde bis zum Radmarathon. Radsport ist ein Einzelsport, den man in Gesellschaft erlebt, und die Gesellschaft verdient man sich durch Verhalten, nicht durch Watt.

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In der Gruppe ist Sichtbarkeit Pflicht: Ein kompaktes, blinkendes Fahrrad-Rücklicht zeigt deine Position dem, der hinter dir fährt.

Schlaglöcher und Hindernisse per Zuruf anzusagen reicht nicht immer: Eine Fahrradklingel mit klarem Klang hört man auch bei Wind und im Verkehr.

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Der Held der Gruppe ist, wer reparieren kann: Ein taschentaugliches Fahrrad-Multitool mit Kettennieter löst Pannen und Einstellungen, ohne aufs Begleitfahrzeug zu warten.

Für die gemeinsame Verpflegung an den Pausen sind Energieriegel für Radfahrer im Multipack immer in der Trikottasche dessen, der in der Gruppe fährt.

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