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28. Oktober 2026

TotalEnergies wechselt von Cube zu Pardus: Chinesische Räder im Feld

Laut Cyclingnews fährt TotalEnergies 2027 auf Pardus statt Cube. Was bestätigt ist, was nicht und was es für dein nächstes 5.000-Euro-Rad heißt.

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Geschrieben von der Redaktion von Velunite

TotalEnergies wechselt von Cube zu Pardus: Chinesische Räder im Feld
Foto: Euskaltel-Euskadi bei der Teamvorstellung des Memorial Marco Pantani, 12. September 2026 (Archivfoto: 2026 fährt das Team chinesische Quick-Pro-Räder, das Foto zeigt aber weder die Räder noch das Team TotalEnergies): Melange, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Am 27. Oktober titelte Cyclingnews, TotalEnergies trenne sich nach zwölf Monaten von Cube und fahre 2027 auf Pardus, einer chinesischen Marke. Das klingt nach dem üblichen Sponsorenkarussell, aber drumherum stehen ein Rennrad für rund 5.000 Euro, ein Montagezentrum in Polen und ein Team, das noch nicht weiß, unter welchem Namen es nächstes Jahr fährt. Wir sagen dir, was belastbar ist, was nicht, und warum es dich auch dann interessieren sollte, wenn du dein Rad selbst bezahlst.

Was bestätigt ist und was nicht

Zuerst ehrlich: Den Cyclingnews-Artikel konnten wir nur teilweise lesen, uns liegen also Überschrift und Teaser vor (das Team trennt sich nach zwölf gemeinsamen Monaten von Cube). Eine Mitteilung des Teams oder von Pardus haben wir nicht gefunden. Gegenprüfen können wir Folgendes. Am 17. Oktober berichtete Escape Collective, Teamchef Jean-René Bernaudeau versichere, das Team werde bei der nächsten Tour de France dabei sein, der Antrag auf die UCI-Lizenz sei gestellt und das Budget werde gesichert. TotalEnergies gibt die Rolle des Titelsponsors auf; zu den genannten Schlüsselpartnern gehören der Helmhersteller Ekoï und Pardus selbst. Andere Medien beschrieben Pardus in denselben Wochen als möglichen Ersatz für Cube, aber als unbestätigtes Gerücht.

Das Bild also: Zwei Medien nennen Pardus als Partner des Teams, nur eines sagt ausdrücklich, dass die Marke Cube ablöst. Wir halten es für sehr wahrscheinlich, aber noch nicht für offiziell. Und wir wissen nicht einmal, wie das Team heißen wird, denn der Name TotalEnergies auf dem Trikot läuft aus.

Wer ist Pardus

Pardus ist die Premium-Radsportsparte der Taishan Sports Industry Group, laut Tuttobiciweb (25. Mai) und BikeBiz (28. Mai). Es ist das offizielle Rad der chinesischen Radsport-Nationalmannschaft und kam im Mai 2026 nach Europa, mit zentraler Montage und Lagerhaltung in Polen, acht regionalen Servicepunkten und mehr als 25 Vertriebsagenten in 21 Ländern (Angaben von BikeBiz). Im Programm sind das Robin EVO mit angegebenen 6,7 kg und das Aero-Rad SPK Gen4. BikeBiz verortet beide bei rund 5.000 Euro; Velofanatics nannte im Juli 4.990 Euro für das Robin EVO mit Shimano Ultegra Di2 und 4.090 für das SPK mit 105 Di2. Das sind Preise von Mai und Juli 2026, nur als Orientierung: Prüfe die aktuelle Preisliste, bevor du handelst.

Nicht das erste Mal, aber der Präzedenzfall wiegt

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2026 fährt Euskaltel-Euskadi bereits auf chinesischen Rädern: BikeRadar berichtete am 27. Januar, die Marke Quick Pro wurde im Dezember 2025 bekannt gegeben, das WorldTour-Debüt folgte bei der Volta a Catalunya im März. Die Räder haben trotzdem Shimano Dura-Ace Di2 und Vittoria-Reifen: Der Rahmen wechselt die Flagge, der Rest der Gruppe nicht. Für Cube war das Jahr ein Schaufenster: Cycling Weekly erinnert daran, dass das Team bei der Tour das neue Litening Aero C:68X fuhr, das in der Dura-Ace-Di2-Ausstattung 7.499 Pfund Listenpreis kostet. Derselbe Artikel ist, fairerweise gesagt, bezahlter Inhalt von Cube und stellt die Modelle 2027 als europäische Antwort auf chinesische Marken dar, die direkt an Kunden verkaufen. Ironie des Schicksals: Das Team, das dieses Rad gefahren ist, soll nun zum Rivalen wechseln.

Was sich ändert, wenn du das Rad kaufst

Unsere Sicht ist eine Meinung, keine Regel. Ein Profiteam bekommt seine Räder gratis: Für das Team ist der Lieferant ein Vertrag, für dich ein Kauf. Ein Teamvertrag sagt nichts über das Rad, das du kaufst, und umgekehrt auch nicht. Die wirklichen Fragen sind andere: Wer hilft dir, wenn im Januar ein Rahmen bricht, wo findest du Ersatzteile, was ist das Rad in drei Jahren wert, kannst du es vorher probefahren. Acht regionale Servicepunkte sind ein Anfang, aber wenige im Vergleich zum Laden um die Ecke.

Trotzdem: Ein Wettbewerber, der ein Rennrad für 5.000 Euro auf die Straße bringt, nützt allen. Er setzt die Preise in Bewegung, und über hohe Preise im italienischen Markt haben wir schon im Beitrag über die ANCMA-Daten und die Rabatte 2026 geschrieben. Wir würden die erste Saison im Feld und die ersten Erfahrungsberichte von Besitzern abwarten, bevor wir so viel ausgeben. Eine weitere Marktgeschichte dieser Tage sind die vorzeitig aufgelösten Verträge: Selbst Radlieferanten unterschreiben inzwischen nur noch für ein Jahr.

Auf welcher Seite stehst du?

Wenn du eine Zahl für die Kneipe brauchst: rund 5.000 Euro für ein chinesisches Rennrad mit Ultegra Di2, 7.499 Pfund für ein europäisches mit Dura-Ace Di2. Unterschiedliche Gruppen, der Vergleich ist also grob, aber so groß ist der Abstand. Überzeugt dich heute ein chinesisches Rad für 5.000 Euro, oder wartest du auf die ersten Kilometer der anderen? Und wenn du schon eine chinesische Marke fährst, erzähl uns, wie der Service lief: Das ist die Information, die allen fehlt. Schreib uns in die Kommentare; und wenn du die Rennen sehen willst, in denen diese Räder nächste Saison zu sehen sind, gibt es unseren Kalender 2027, und wenn du in Gesellschaft fahren willst, die Gruppenausfahrten.

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