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17. Oktober 2026

Canyon Grail 2027: Gravel-Racer mit Reifenfreiheit bis 57 mm

Die dritte Canyon Grail nimmt Reifen bis 57 mm auf, ist nur noch 1x und kostet je nach Ausstattung 2.499 bis 8.000 Euro. Was sich ändert, für wen sie passt.

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Geschrieben von der Redaktion von Velunite

Canyon Grail 2027: Gravel-Racer mit Reifenfreiheit bis 57 mm

Am 17. September 2026 hat Canyon die dritte Generation der Grail vorgestellt, sein Gravel-Rennrad. Auffällig ist vor allem die Reifenfreiheit: von 42 auf 57 mm, also Reifen bis 2,25 Zoll. Hier liest du, was sich gegenüber der bisherigen Grail ändert, welche Zahlen der Hersteller nennt (wir übernehmen sie von BikeRadar) und für wen das Rad Sinn ergibt. Es sind Herstellerangaben, keine eigenen Messungen, und die Preise sind Listenpreise, Richtwerte per 17. Oktober 2026.

Breite Reifen, ruhigere Geometrie

Mit 57 mm betritt die Grail ein Terrain, das bis vor wenigen Jahren Cross-Country-Mountainbikes vorbehalten war. Serienmäßig rollt sie allerdings auf Schwalbe G-One in 45 mm: Der breiteste Reifen ist eine Möglichkeit, keine Werkseinstellung. Der Radstand wächst um 10 mm, in der mittleren Größe beträgt der Lenkwinkel 71,5 Grad bei 69 mm Nachlauf. Der Stack sinkt um 15 mm, der Reach bleibt gleich, die Vorbauten sind kürzer. Eine Version mit Federgabel gibt es nicht, und der Rahmen nimmt nur 1x-Antriebe auf, mit PF86-Tretlager.

Aerodynamik für 35 km/h

Im Gravel sind die Durchschnittsgeschwindigkeiten niedriger als auf der Straße, und Canyon sagt, es habe die Formen im eigenen Windkanal auf 35 km/h abgestimmt, mit Seitenwindwinkeln bis 20 Grad. Der angegebene Vorteil beträgt bis zu 5 W gegenüber der Grail der zweiten Generation mit 40-mm-Reifen und soll auch mit 55-mm-Reifen bestehen. Fünf Watt bei 200 Watt Durchschnittsleistung sind 2,5 Prozent: keine Revolution, und es ist eine interne Herstellerzahl, also eher ein Hinweis als ein Versprechen.

Rahmen, Gewichte und Details

Die angegebenen Rahmengewichte (Größe M, unlackiert) liegen bei 989 g für die CFR, 1.095 g für die CF SLX und 1.128 g für die CF. Canyon räumt ein, dass der Rahmen schwerer ist als der der zweiten Generation, und setzt stattdessen auf Aerodynamik und Reifenfreiheit. CFR und CF SLX haben ein Staufach im Rahmen, CF SLX und CF nehmen die Defend-Schutzbleche auf. Die VCLS-Aero-Sattelstütze bietet laut Canyon 25 Prozent mehr Komfort als eine starre. Das Pace-Cockpit lässt sich bei CFR und CF SLX in Breite und Höhe verstellen, dazu kommen neue Control-Lenker mit 17 Grad Flare in drei Breiten (370, 395 und 420 mm).

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Die Laufräder GR 50 CF werden mit 1.675 g pro Paar angegeben, 27 mm Innenbreite, hookless und DT-Swiss-350-Naben; einzeln kosten sie 999 Euro. Zum Zubehör zählen eine Cyclite-Midloader-Rahmentasche von etwa 100 g (die alte wog etwa 300 g) und ein gemeinsam mit Pirelli entwickelter Druckrechner, der 20 Prozent Reifeneinfederung als Ziel nennt.

Ausstattungen und Preise

Laut BikeRadar (17. September 2026) lauten die Listenpreise in Euro: CFR AXS 8.000 (7,9 kg angegeben), CFR Di2 6.500 (8,4 kg), CF SLX 8 AXS 4.999 (8,9 kg), CF SLX 7 Di2 3.999 (9,5 kg), CF 7 AXS 3.499 (9,1 kg) und CF 7 2.499 (9,2 kg). Tour Magazin nennt für einige Stufen andere Zahlen, etwa eine CFR ab 6.999 Euro und 7,8 kg. Prüfe vor der Entscheidung den offiziellen Canyon-Konfigurator, denn Preislisten und Verfügbarkeit ändern sich.

Für wen sie passt, und für wen nicht

Die Grail 2027 ist für alle gedacht, die auf schnellem Gravel mit gemischten Untergründen Rennen fahren oder trainieren und gern breite Reifen aufziehen, wenn das Gelände es verlangt. Wer ein Reise- oder Bikepacking-Rad mit vielen Aufnahmen sucht, schaut besser woanders: Das Rahmenfach gibt es, aber das hier ist ein Rennrad. Nur 1x heißt, die Übersetzung sorgfältig zu wählen: Probiere vor der Bestellung Kettenblatt und Kassette mit dem Übersetzungsrechner gegen die Anstiege, die du üblicherweise fährst.

Wenn du noch am Anfang stehst, kommt die Radwahl vor den Neuheiten: Lies Gravel: so fängst du an und Rennrad, Gravel oder MTB: das richtige Rad wählen. Ein Rad für über 6.000 Euro verändert die Fahrerin oder den Fahrer nicht von allein: Gute Sitzposition und passende Reifen zählen so viel wie ein neuer Rahmen.

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